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Ah, ok. Immer wenn ich fremden Code lesen muss freue ich mich, dass Python so leicht verständlich ist und Leute davon abhält mit Whitespaces Mist zu machen.

Deswegen gibt es ja die vielen Sprachen. Jeder halt so wie er mag!




 
"Recht auf Homeoffice"
https://www.golem.de/news/spd-arbeitsministerium-will-recht-auf-homeoffice-per-gesetz-1901-138520.html

"Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium plant ein gesetzlich verankertes Recht auf Home Office." Und alle brüllen "Jaaaa!". Ich glaube, den meisten ist gar nicht klar, auf was sie sich da einlassen und wie sich eine Home Office First-Firma anfühlt. Wie dem auch sei: Die Firma, in der Ihr gerade arbeitet, kann so mit Home Office vermutlich nicht gut funktionieren.

Ich habe von 2005 bis 2008 für MySQL AB gearbeitet, und das war eine Firma, die Home Office First war. Das war eine sehr andere Arbeitsumgebung als die, die ihr in Eurem Job vermutlich habt. Wir waren circa 500 Mitarbeiter in drei Dutzend Ländern überall auf der Erde. Es gab einen Firmensitz in Californien und einen irgendwo in Skandinavien, aber dort war nie jemand (im Büro in Californien waren ein paar Leute mehr, weil die dort den Börsengang der Firma vorbereitet haben).

Als Mitarbeiter hatte man einen gesonderten Raum daheim zu haben, der als Büro dient. Die Firma hat einen gewissen Betrag pro Jahr (2500 Euro) bereit gestellt, um diesen Raum auszustatten oder zu verbessern - das schließt Arbeitsmaterial (Laptop) wie Büroausstattung (Stuhl, Tisch, etc pp) mit ein.

Weil es faktisch keine Firmenräume gab, gab es auch kein Firmen-VPN, denn das hätte den Zugang erschwert. Stattdessen gab es einen Haufen Webdienste, über die die Kommunikation stattfand. Diese waren verschlüsselt und mit einem Single Sign On versehen, aber generell von überall zugänglich von wo aus man eine TLS Verbindung bekommen konnte. Alle Diskussionen, internen Abstimmungen, Meetings, und Ergebnisse wurden über diese Webdienste, Skype, IRC und andere Online-Medien getroffen. Die Arbeitszeiten waren oft schräg, weil die Firma über alle Zeitzonen der Erde verteilt war - und das heißt, man mußte schon mal um 3 Uhr morgens ran, um ein Meeting mit Leuten in Shanghai, Moskau und in Californien gleichzeitig zu haben - da gibt es einfach keine gute Zeitzone für alle.

Meetings über Videokonferenzen und Chatmedien sind schwierig, und Diskussionen über Mailinglisten sind oft hitzig und schwerfällig zugleich. Es war notwendig, bestimmte Formen zu entwickeln und mit Leuten einzuüben. Wenn man Leute aus einem Präsenzumfeld in eine Home Office Umgebung wirft, sind sie zunächst orientierungslos, unter Druck und einsam gleichzeitig. Sie müssen in die Hand genommen werden und man muß Ihnen Methoden und Formen aktiv zeigen, die ihnen erlauben, in so einer Umgebung zu funktionieren und sinnvoll zu kommunizieren.

Am schwierigsten ist der Umgang mit der Tatsache, daß es keine Serendipität und keine aufwandslose Kommunikation gibt. Diese Dinge, die man in Präsenzfirmen "nebenbei" mitbekommt, seitwärts, top-down und bottom-up, kommen in Home Office First Firmen nicht nebenbei. Jeder, Management, Teamleiter, aber auch jeder einzelne Mitarbeiter, müssen lernen, daß jede Kommunikation einen Aufwand und Energie kostet und man sich das Messaging genau überlegen muß. Tut man das nicht, wird Zusammenhalt und gerichtete Aktion einem Firmenverbandes schwierig.

Zentral in MySQL waren übrigens die verschiedenen All Hands und Department Meeting Veranstaltungen. Zweimal im Jahr hat sich gesamte Firma an einem Ort getroffen (meistens ein Fünf Sterne Hotel in einem gut erreichbaren Land mit entspannter Visa-Situation, in der Nachsaison), und zweimal im Jahr haben sich gesamte Abteilungen getroffen. Auf diesen Events (jeweils drei bis fünf Tage) haben wir uns kennengerlernt, ein Netzwerk aufgebaut, zusammen Kurzprojekte ("Hackathon") durchgezogen und natürlich auch gefeiert. Zusammen mit anderen Treffen hatte man so in etwa alle zwei Monate ein Gruppen-, Abteilungs-, oder Firmentreffen. Alles in allem nicht wirklich eine Verbesserung der finanziellen und der CO-Bilanz, aber notwendig um eine funktionierende Gruppe zu schaffen.

#work #homeoffice #mysql


 



 
Im aktuellen @ctmagazin ist ein kurzer Artikel von mir der zeigt, wie #Nftables gerade schleichend und von vielen unbemerkt #Iptables ablöst. Für Vorteile muss man sich aber mit der neueren #Firewall-Technik des #Linux #Kernel auseinander setzen. #paywall
Gibt es denn inzwischen "IP/Mask"-Syntax für IP-Netze in nftables für longterm Kernel?

Letztes Mal, zugegebenermaßen schon ein bißchen her, ging das noch nicht und das habe ich doch schmerzlich vermißt.

Ich stecke ja auch nicht sonderlich tief drin, aber afaics ist die Frage falsch, weil du von Kernel-Backend (Nftables) redest, dich aber offenbar juckt, was die Tools können. iptables-nft ist ja ein Drop-In-Replacement für Iptables und kann auch das gleiche, realisiert es aber halt mit einem anderen Backend. Du meist vermutlich nft; da gibt es noch Funktionslücken, die https://wiki.nftables.org/wiki-nftables/index.php/Supported_features_compared_to_xtables nennt.



 


 
Ach, ganz vergessen: bei #Linux 4.19.11, das gestern Abend erschienen ist, sind noch einige weitere Patches in #amdgpu eingeflossen, die Support für die RX 590 und einige andere neue #AMD #Radeon GPUs verbessern.


 
Backstory zur @ctmagazin Hotline-Meldung " #Radeon RX 590 unter #Linux ": Die erwähnten Patches sind alle paar Tage voran gekommen, (Mailingliste, linux-next->mainline->stable-queue>stable), daher musste der letzte Absatz mehrfach überarbeitet werden.

Aber so ist das halt mit Topaktuellen-Meldungen, wo sich der Fix parallel zum Schreiben und Review durch die Instanzen arbeitet und Textteile so mehrfach obsolet macht. Durch die Hinweise darauf bin ich bei den Kollegen jetzt aber vermutlich noch unbeliebter als vorher…
heise.de/select/ct/2019…

Sie fragen – wir antworten!

Sie fragen – wir antworten!
www.heise.de


 



 
Das ist ne spannende Sache

Was mir noch unklar ist, weil es mir nicht wichtig genug ist, dem nachzugehen: Arbeiten RH und Amazon (die ja auch wohl pflegen) da irgendwie zusammen, oder macht jeder sein eigenes Ding?




 
Aus dem Urlaub eine Anmerkung dazu: Fachredakteure wie ich sind auch nur Menschen und machen Fehler. Wenn man sie freundlich drauf per Mail (IOW: nicht beleidigend, nicht nur im Forum) hinweist und die Sachlage erklärt, können sie es korrigieren. Das hier ist ein Beispiel dafür.


 
Noch so eine Firma, die sich bewusst (oder womöglich sogar unbewusst?) von FLOSS abkehrt, indem sie eine freie Lizenz mit einer Klausel versehen, die die Software unfrei macht. #sigh
#sigh
Ist eben keine Freie Lizenz mehr. Z.B. hat sich org.json damit auch unbenutzbar gemacht, weil die eine Einschränkung not for evil purposes haben

@thleemhuisfoss Insbesondere, weil sie auch die AGPL nicht verwenden, die eigentlich ein guter Kompromiss zwischen freier Software und SAAS ist



 
Ich denke es ist essentiell wichtig den ganzen IT Laien in der Politik die von Industrie 4.0 und AI schwafeln und gern automatisierte Flugtaxis wollen zu erklären wie essentiell wichtig eine 100%ige Verschlüsselung ohne Backdoor ist und wie angreifar uns jeder andere Versuch macht. Eine Zweiklassengesellschaft mit guter und schlechter Verschlüsselung ist da nicht tragbar.

Den Staat geht private Kommunikation schlicht nichts an. So etwas machen nur totaliräre Systeme. Die Polizeien und Dienste konnten und können Ihren Job auch ohne diesen Totalangriff auf die Privatsphäre und Grundrechte erledigen.

Das Signal von Signal ist da nur zu begrüßen!